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Voodoo-Magie
Allgemeines über Voodoo
Voodoo bezeichnet die afrikanisch-christliche Volksreligion in Haiti, Südamerika
und der Karibik. Sie wurde von afrikanischen Sklaven in diese Gegenden gebracht Es gibt
ein ausgedehntes Pantheon von Göttern und Göttinnen, die bei religiösen
Zeremonien in die Körper ihrer Anhänger eintreten sollen. Mit den Sklaven
verbreitete sich diese Religion bis in einige amerikanische Südstaaten. Wo immer
die Sklaven hingelangten, vermengten sie ihre traditionellen afrikanischen Religionen
mit dem lokalen Glauben. Im Voodoo gibt es auch diverse magische Techniken, mit denen
bestimmte Ziele erreicht werden sollen. So etwa das Eindringen der Götter in ihre
"Verehrer", um ihnen hellseherische Fähigkeiten zu verleihen und sie zu beschützen.
Die magischen Techniken heißen obeah.
Der Voodoo-Kult wird oft für ein Gemisch aus furchteinflößendem Aberglauben
und Praktiken der Schwarzen Magie gehalten. Für einen Außenstehenden mag er
durchaus auch so erscheinen, denn ein Großteil seiner Macht verdankt er der Angst,
die er bei seinen Anhängern auslöst. Dennoch liegt dem Voodoo-Kult eine
ausführliche, komplizierte Theologie und ein komplexes metaphysisches System von
Erklärungen zum Menschen und der Welt zugrunde. Nur die Priester kennen dieses System
wirklich, denn sie durchlaufen eine lange Lehrzeit and eine Reihe von Initiationen. Sie
sind die Handlanger der "Unsichtbaren" bzw. der Götter (loa) und können sie
bis zu einem gewissen Grad kontrollieren und lenken; wenn ein loa sie in Besitz genommen
hat, können sie auch Orakel abgeben. Die Priester müssen sich gleichermassen
in "weißer" wie in "schwarzer" Magie auskennen und dürfen nie vergessen, daß
die loa sowohl mächtig als auch eifersüchtig sind und diejenigen in die Sie fahren,
auch zerstören können. Um die benötigten übernatürlichen Kräfte
zu besitzen, muß der Priester das große Risiko eingehen, sich auf Kräfte
einzulassen, die nicht unbedingt wohlwollend sind and ihre Einstellung zu den Anhängern
überraschend häufig ändern können. Das Pantheon von Gottheiten im
Voodoo enthält viele westafrikanische Stammesgötter, aber ebenso einige
unerwartete "Neuankömmlinge" in Gegenden, in denen der Katholizismus dominant
oder zumindest respektiert ist, sind viele katholische Heilige in das Voodoo Pantheon
eingegangen.
Voodoo ist niemals eine ausschließende Religion; der Kult hat immer auch andere
Glaubenssysteme in sein eigenes aufgenommen. Ein Voodoo-Anhänger kann eine
römisch-katholische Messe besuchen, ohne sich fremd zu fühlen; er interpretiert
die Messe nur anders als die übrigen Gläubigen. Bei den typischen
Voodoo-Ritualen spielt Musik eine große Rolle, vor allem die Trommeln, das
auf die Gläubigen einen hypnotischen Effekt hat. Der kraftvolle, rhythmische
Tanz führt zur Ekstase, oft auch zu einem Zusammenbruch oder dazu, von einem
der Götter in Besitz genommen zu werden. Manche Zeremonien stehen nur den eingeweihten
Mitgliedern offen, die bereits komplizierte rituelle Prozesse durchlaufen haben,
in denen sie gleichermaßen die Voodoo-Philosophie Bowie die Namen der Gottheiten und
die rituellen Techniken gelernt haben. Wie bei allen Initiationen spielt hier der rituelle
Tod und die Wiedergeburt eine Rolle. Zwar war der Voodoo-Kult ursprünglich die
Religion der Sklaven, aber mit der Abschaffung der Sklaverei ist er nicht ausgestorben,
sondern ist nach wie vor eine der größeren religiösen Bewegungen in der
Karibik, vor allem in Haiti. Der Umbanda-Kult in Brasilien ist ein direkter Nachfahre des
Voodoo, und der südamerikanische Spiritismus ist ebenfalls davon beeinflußt worden.
Auch in den amerikanischen Südstaaten entstanden dank dem wiedererstarkten Interesse
am Okkulten eine Reihe von mehr oder weniger authentischen neuen Voodoo-Gruppen.
Voodoo-Kultgegenstände können dort in den Geschäften gekauft werden.
- Voodoo für Anfänger
- Voodoo Puppenzauber
Hier kann alles zum Thema Voodoo besprochen werden!
Siehe auch: Quellen unseres Wissens...
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