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Tarotkarten und ihre Bedeutung
Im folgenden finden Sie eine Auflistung der Beziehung zwischen den Tarotkarten und den
hebräischen Buchstaben, wie sie A. E. Waite und Paul Foster Case hergestellt haben:
- 0 Der Narr - Tau
- 1 Der Magier - Aleph
- 2 Die Hohepriesterin - Beth
- 3 Die Herrscherin - Gimel
- 4 Der Herrscher - Daleth
- 5 Der Hohepriester - He
- 6 Die Liebenden - Vau
- 7 Der Wagen - Zain
- 8 Die Kraft - Heth
- 9 Der Eremit - Teth
- 10 Das Schicksalsrad - Jod
- 11 Die Gerechtigkeit - Kaph
- 12 Der Gehenkte - Lamed
- 13 Der Tod - Mem
- 14 Die Mäßigung - Noun
- 15 Der Teufel - Samech
- 16 Der Turm - Mein
- 17 Der Stern - Pe
- 18 Der Mond - Tsade
- 19 Die Sonne - Coph
- 20 Das Gericht - Resh
- 21 Die Welt - Shin
MODERNE OKKULTISTEN benutzen die Karten der großen Arkana als Pforten zu größerem Bewusstsein.
Jede dieser 22 Karten bezieht sich auf einen bestimmten Bereich der Psyche, wie er auch im Baum
des Lebens symbolisiert ist. Der Baum ist ein lebendiges Gebilde, jede Sephirah fließt in die
andere über. Auch der Magier muss mit den Strömungen des Bewusstseins fließen.
Ähnlich wie Jungs Archetypen des Unbewussten sind die Tarot?Bilder eine Art Mythologie des Geistes.
Der Magier trifft in seinen Visionen die Götter, denn sie sind die Verkörperungen verschiedener
Facetten seiner Persönlichkeit: So ist sein kämpferischer Aspekt zum Beispiel durch Mars (Der Wagen)
repräsentiert, seine eher intuitiven, emotionalen Seiten durch Venus (Der Stern). Eine Meditation
über die Tarotkarten verhilft dem Okkultisten "zu einer ausgewogenen Persönlichkeit". Im folgenden
eine kurze Beschreibung der Tarot?Karten, wie man sie unter anderem auch in den Lehren der Goldenen
Dämmerung (aus S. L. Mac Gregor Mathers, The Tarot) findet.
- Der Magier oder Gaukler: Vor einem Tisch, auf dem verschiedene magische Gegenstände liegen,
steht die Gestalt eines Gauklers. In der erhobenen Hand hält er einen Stab (in manchen Kartenbildern
auch einen Becher), während die andere nach unten weist. Er trägt eine königliche Kopfbedeckung,
deren weite Krempe seinen Kopf wie ein Heiligenschein umgibt. Sein Körper und seine Arme bilden
die Form des hebräischen Buchstaben Aleph, mit dem die Karte korreliert. Er symbolisiert den Willen.
- Die Hohepriesterin oder Päpstin: Eine Frau, deren Haupt von einer hohen Mitra oder Tiara
(ihr Kopf ist verschleiert) gekrönt ist. Auf der Brust (manchmal von einer Stola verhüllt) trägt
sie ein Sonnenkreuz, das aufgeschlagene Buch des Wissens hält sie in den Händen. Sie symbolisiert
Wissen, Weisheit.
- Die Herrscherin: Eine gekrönte Frau auf einem Thron, in der einen Hand hält sie ein Zepter
mit einem Globus, über dem ein Kreuz steht. Die andere Hand ruht auf einem Schild, auf dem ein
Adler mit einem Kreuz auf der Brust abgebildet ist. Sie ist das Symbol für Aktion, das Resultat
aus der Verbindung zwischen Wissenschaft und Willen.
- Der Herrscher: Auch er trägt eine Krone und lehnt an einem Thron, wobei seine Beine die
Form des Kreuzes einnehmen. Neben ihm, unter seiner linken Hand, steht ein Schild, auf dem ein Adler
abgebildet ist. In seiner Rechten hält er ein Zepter ähnlich dem der Herrscherin. Sein Körper und
die Arme bilden ein Dreieck mit dem Kopf als Spitze, so dass die ganze Figur ein Dreieck über einem
Kreuz darstellt. Er steht für die Verwirklichung.
- Der Hohepriester oder Papst (auch Hierophant genannt): Er trägt die päpstliche Tiara und
sitzt zwischen den Säulen des Hermes und des Salomon; mit der Rechten macht er ein esoterisches
Zeichen, in der Linken hält er ein Kreuz mit drei Querbalken. Vor ihm knien zwei Menschen. Er
symbolisiert die Gnade oder das Erbarmen
- Die Liebenden: Ein junger Mann steht zwischen zwei Frauen. Oft wird diese Karte als
Darstellung des Menschen zwischen Laster und Tugend gedeutet; ein geflügelter Genius bedroht das
Laster mit einem Pfeil. Ich halte diese schwebende Gestalt eher für den aus Kether
herabsteigenden Einfluss. Auch wird angenommen, dass diese Karte Beweis oder Versuchung
symbolisiert, doch ich bin der Meinung, dass sie die mystische Transzendenz der Dualität
durch weise Überlegung darstellen soll.
- Der Wagen: Das komplizierteste und wichtigste Symbol, das von Eliphas Lévi
rekonstruiert wurde. Es zeigt einen mit einer Krone versehenen Eroberer, der ein Zepter
in der Hand hält. Er stellt auf einem kubischen Triumphwagen, der vier Säulen und einen
Baldachin hat und von zwei Pferden gezogen wird. Eines davon blickt nach vorn, das andere
wendet dem Wagenlenker den Kopf zu. Diese Karte symbolisiert Triumph, Sieg der Gerechtigkeit.
- Die Gerechtigkeit: Eine mit einer Krone versehene Frau auf einem Thron; in der
rechten Hand hält sie ein Schwert, das mit der Spitze nach oben zeigt, in der linken eine
Waage. Sie symbolisiert Ausgewogenheit und Gerechtigkeit.
- Der Eremit: Ein alter, bärtiger Mann, der in einen Umhang gehüllt ist und den Kopf
mit einer Kapuze bedeckt hat. In der rechten Hand hält er die Lampe der okkulten Wissenschaft,
in der linken einen Stab, der halb unter seinem Mantel verborgen ist. Er symbolisiert die
Klugheit.
- Das Schicksalsrad: Ein sich drehendes Rad, auf dessen rechter Seite ein Tier nach
oben, auf der linken eine Art Affe nach unten klettert. Beide sind an das Rad gebunden. In
der Mitte oben befindet sich die Gestalt eines Engels (oder Sphinx), der in der einen Hand
ein Schwert, in der anderen eine Krone hält. Dieses ziemlich komplizierte Symbol ist oft
falsch dargestellt worden und wurde von Lévi sehr gut rekonstruiert. Es symbolisiert das
gute wie das schlimme Schicksal.
- Die Stärke: Eine Frau mit einer Krone auf dem Kopf schließt ruhig und mühelos
das Maul eines wilden Löwen. Sie repräsentiert die Stärke.
- Der Gehenkte: Dieses außergewöhnliche Symbol ist in den doppelköpfigen Karten
nahezu unverständlich. In seiner korrekten Darstellungsweise zeigt es einen Mann, der an
einem Bein an einem Balken aufgehängt ist. Die Hände sind auf den Rücken gebunden, so dass
die Arme die Basis eines umgekehrten Dreiecks bilden. Das rechte Bein kreuzt das linke und
bildet somit ein Kreuz Über dem Dreieck. Er symbolisiert das Opfer (oder die totale
Unterwerfung des Menschlichen gegenüber dem Göttlichen).
- Der Tod: Ein Skelett mäht mit einer Sense Köpfe auf einem Feld. Er
symbolisiert Umwandlung, Veränderung.
- Die Mäßigkeit: Ein Engel oder ein junges Mädchen sind dem Zeichen der
Sonne auf der Stirn gießt Flüssigkeit von einem Gefäß in ein anderes. Diese Karte
symbolisiert den Prozess der Vermischung und Verbindung.
- Der Teufel: Ein gehörnter und geflügelter Dämon sind Adlerklauen steht
auf einem Altar, an dem zwei kleinere Teufel festgebunden sind. In der linken Hand
hält er eine Fackel. Er verkörpert das Bild des Schicksals und symbolisiert das
Verhängnis.
- Der Turm: In einen Turm mit kronenförmigen Zinnen schlägt ein Blitz ein.
Zwei Männer stürzen kopfüber aus dem Turm, der eine formt den 16. hebräischen
Buchstaben Ajin. Funken und Steinbrocken fallen auf den Boden. Diese Karte
symbolisiert die Zerstörung.
- Der Stern: Eine nackte weibliche Gestalt gießt aus zwei Gefäßen Wasser
auf die Erde. Im Himmel über ihr erstrahlt der helle Stern der Weisen (umgeben von
sieben weiteren Sternen). Unter ihrem magischen Einfluss wachsen Bäume und Pflanzen
(auf einer leuchtet der Schmetterling der Psyche). Sie ist der Stern der Hoffnung.
- Der Mond: Der Mond scheint am Himmel, Tautropfen fallen herab, ein Wolf
und ein Hund heulen den Mond an. Ein von Blutstropfen gezeichneter Weg führt durch
zwei am Rand stehende Türme hindurch und verliert sich am Horizont. Im Vordergrund
kriecht ein Krebs im Wasser auf das Land zu (an das Tierkreiszeichen Krebs erinnernd
das vom Mond regiert wird). Diese Karte symbolisiert Zwielicht, Täuschung, Irrtum.
- Die Sonne: Die Sonne strahlt auf zwei Kinder herab, die das Tierkreiszeichen
Zwillinge andeuten. Hinter ihnen befindet sich eine niedrige Mauer. Diese Karte steht
für irdisches Glück.
- Das Gericht: Ein Engel bläst die Posaune zum jüngsten Gericht. An ihr hängt
eine Fahne mit einem Kreuz. Die Toten stehen aus ihren Gräbern auf. Hier wird Erneuerung
symbolisiert.
- Die Welt: In der Mitte eines Blumenkranzes steht eine bis auf einen Schal
unbekleidete junge Frau. Sie repräsentiert die Natur und die göttliche Präsenz in der
Natur. In jeder Hand hält sie einen Stab. An den vier Ecken der Karte sind die vier
Zeichen der Evangelisten bzw. die vier Formen der Sphinx dargestellt: oben der Mensch
und der Adler, unten der Löwe und der Stier. Diese Karte symbolisiert Vollendung,
Belohnung.
- (oder 0.) Der Narr: Ein Mann mit einer Narrenkappe, angezogen wie ein
Hofnarr, trägt einen Stock über der Schulter, an dem ein Bettelsack hängt. Vor ihm
lockt der Schmetterling des Vergnügens (in manchen Kartendarstellungen springt ihn
ein Hund oder ein Tiger von hinten an). Er symbolisiert die Torheit oder Buße.
Siehe auch:
Siehe auch: Quellen unseres Wissens...
Schaut auch mal hier: Architektrix - die Website zum Thema "Thoth-Tarot" und mehr...
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