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Gesang einer Hexe
Wenn sich die Hexen in der Walpurgisnacht auf dem Blocksberg oder einem anderen Berg
versammelten, soll es lustig hergegangen sein, Musikanten sollen aufgespielt und die
Hexen mit dem Teufel dazu getanzt und gesungen haben. Der - etwas einfältige - Text
eines ihrer Lieder ist spätestens aus dem siebzehnten Jahrhundert aus einem
Hexenprozeß der Stadt Dieburg bei Darmstadt überliefert. Nach zu Ende des neunzehnten
Jahrhunderts wußte ein Fremdenführer im Harz des Verschen aufzusagen. Es lautete:
Trümpfig ist das Hündelein;
Trümpfig ist der Hund;
Trümpfig geht's zum Fenster aus und ein;
Trümpfig ist das Hündelein;
Trümpfig ist der Hund.
Dieses Liedchen soll der Teufel höchstpersönlich einem von den Hexen auf dem
Blocksberg entführten Musikanten vorgesungen haben, als dieser anlässlich des
Hexensabbats aufspielen wollte und fragte, was er denn geigen sollte. Also fiedelte der
Mann dieses Lied ohne Unterlaß, und die ganze Versammlung hüpfte und tanzte
dazu, "als ob sie toll und Thöricht wären".
Quelle: Kleines Lexikon des Hexenwesens
Ein weiteres dieser Lieder im Schwabenländle wird noch heute an "Fasnet" gesungen:
Haarig, haarig, haarig ischt die Katz
und wenn die Katz net haarig ischt
dann fängt se keine Mäus!
Auch dieses Lied wird ohne Unterlaß weitergesungen.
Dazu wird getrommelt bis zur Bewußtlosigkeit.
Siehe auch: Quellen unseres Wissens...
© by Fee & Distelfliege
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